Bevor wir irgendetwas an einer Website machen, klären wir, was sie erreichen soll. Nicht „besser gefunden werden” — das ist kein Ziel, sondern ein Wunsch. Sondern: Welche Anfragen sollen kommen, von wem, in welcher Menge, und was passiert damit.
Diese Frage entscheidet, ob SEO überhaupt das richtige Werkzeug ist.
Jemand will ein einzelnes Produkt verkaufen und fragt nach SEO. Wir raten davon ab, wenn es nur darum geht — nicht weil SEO nicht funktioniert, sondern weil es zu langsam ist für diesen Zweck. Für den schnellen Verkauf eines Produkts sind eine Landingpage und bezahlte Anzeigen das passende Werkzeug.
SEO gehört trotzdem dazu, langfristig. Aber wer in acht Wochen Umsatz braucht, ist mit einer Betreuung falsch beraten. Das sagen wir vorher, auch wenn es einen Auftrag kostet.
SEO-Arbeit auf einer technisch kaputten Website ist Geldverbrennung. Wenn die Seite langsam lädt, wenn die Struktur gewachsen statt geplant ist, wenn hundert Unterseiten aus einem Import stammen, den niemand mehr überblickt — dann bringt kein Text und kein Keyword etwas.
Bevor wir eine Betreuung anfangen, schauen wir uns die Seite an. Findet sich ein Fundament, auf dem man arbeiten kann, legen wir los. Findet sich keins, sagen wir das — und dann steht ein Neubau vor der Betreuung, nicht daneben.
Das ist der häufigste Fall bei Anfragen zur SEO-Betreuung und der unangenehmste. Wir sagen es lieber vorher als nach sechs Monaten ohne Bewegung.
Was ein Neubau kostet und wie er abläuft:
Am Anfang entstehen keine Texte. Zuerst schauen wir uns an, was da ist: welche Seiten Nachfrage haben, welche sich gegenseitig blockieren, was technisch bremst, wo Altlasten liegen. Dann wird aufgeräumt — Themen bündeln, Weiterleitungen ordnen, Struktur geraderücken.
Das ist unspektakulär und man sieht es von außen kaum. Es ist trotzdem der Teil, der später darüber entscheidet, ob die Inhalte wirken. Auf einer ungeordneten Website kann man Texte schreiben, bis der Etat leer ist — sie stehen sich dann gegenseitig im Weg.
Ab dem zweiten oder dritten Monat entstehen Texte. Wir empfehlen zwei im Monat. Das klingt wenig und reicht trotzdem, wenn man es über Jahre durchhält — zwölf Monate mit gleichmäßiger Arbeit schlagen drei Monate mit Vollgas und danach Stillstand.
Was für Texte das sind, hängt vom Ziel ab. Ein Handwerksunternehmen braucht Leistungsseiten und lokale Inhalte. Ein Shop braucht Kategorietexte und Produktbeschreibungen, die nicht vom Hersteller abgeschrieben sind. Ein Dienstleister braucht Antworten auf die Fragen, die seine Kunden vor der Beauftragung stellen.
| Bereich | Was das heißt |
| Struktur | Interne Verlinkung, Seitenaufteilung, Themen bündeln statt zerstreuen |
| Technik | Ladezeiten, strukturierte Daten, was Google beim Erfassen behindert |
| Lokale Sichtbarkeit | Google-Unternehmensprofil pflegen, Einträge und Bewertungen im Blick behalten |
| KI-Antworten | Inhalte so aufbereiten, dass ChatGPT, Perplexity und Google-Übersichten sie zitieren können |
| Messen | Was sich bewegt, wo es hängt, was als Nächstes ansteht |
Mehr dazu, wie lokale Sichtbarkeit funktioniert:
Lokales SEO für Unternehmen
Die Preise sind eine Orientierung, kein Katalog. Eine SEO-Betreuung wird immer auf das Ziel abgestimmt: Der eine braucht einen Blog, der Nächste hat einen Shop, in dem Kategorien und Produkte beschrieben werden müssen. Was Deine Betreuung kostet, legen wir vor dem Start fest.
Wie sich der Monatsbetrag zusammensetzt
Die Analyse- und Grundlagenarbeit am Anfang hängt davon ab, in welchem Zustand die Website ist und wie viel aufzuräumen war. Wir rechnen sie nicht als Einstiegsposten ab, sondern legen den Aufwand auf die Laufzeit um. Für Dich heißt das: ein gleichbleibender Betrag jeden Monat, keine hohe Rechnung am Anfang und keine Überraschung dazwischen.
Warum mindestens zwölf Monate: Weil in den ersten Monaten Arbeit passiert, deren Wirkung später kommt. Wer nach einem halben Jahr aufhört, hat die Grundlagen bezahlt und die Ernte nicht mitgenommen. Für beide Seiten ein schlechtes Geschäft.
Und warum nicht mehr als zwei Texte: Weil mehr selten nötig ist, wenn man lange genug dabei bleibt. Wir verkaufen lieber zwölf gute Monate als drei teure.
| Leistung | Umfang | Preis |
| SEO-Text | bis 1.500 Wörter | 750 € |
| Empfohlener Umfang | 2 Texte im Monat | 1.500 € im Monat |
| Analyse und Grundlagen | erste Monate, vor den Texten | Je nach Zustand und Umfang der Website. Meist auf die Laufzeit umgelegt, sodass jeder Monat gleich viel kostet. |
| Mindestlaufzeit | 12 Monate |
| Zeitraum | Was passiert |
| Monat 1 | Analyse und Grundlagen. Aufräumen, Struktur ordnen, technische Bremsen lösen. Nach außen sieht man wenig. |
| Monat 2–3 | Die ersten Texte entstehen. Erste Bewegungen in den Platzierungen, meist bei Anfragen mit wenig Wettbewerb. |
| Monat 5–9 | Weitere Inhalte kommen dazu, jeder auf dasselbe Ziel ausgerichtet. Die Seiten, an denen wir gearbeitet haben, rücken nach vorn. |
| ab Monat 6 | Erste Ergebnisse, die diesen Namen verdienen — Anfragen, die messbar aus der Suche kommen. |
In vielen Fällen geht es schneller. Garantieren lässt sich das nicht: Es hängt davon ab, wie stark der Wettbewerb ist, in welchem Zustand die Seite war und wie viel Nachfrage es überhaupt gibt.
Was ebenso lange braucht wie die Ergebnisse: die Schlussfolgerungen daraus. Erst wenn man sieht, welche Inhalte greifen und welche nicht, lässt sich sagen, wohin die Arbeit im zweiten Jahr gehen soll. Deshalb ist der Zeitraum nicht nur eine Vertragslaufzeit, sondern die Zeit, die man braucht, um überhaupt etwas zu lernen.
Wer Dir feste Platzierungen zu einem festen Termin verspricht, weiß es entweder nicht besser oder sagt nicht die Wahrheit.
Die Preise stehen weiter oben in der Übersicht. Was Deine Betreuung kostet, hängt davon ab, was die Website erreichen soll und was dafür entstehen muss — ein Shop mit Kategorien und Produktbeschreibungen braucht anderes als ein Handwerksunternehmen mit fünf Leistungsseiten. Den Preis legen wir vor dem Start fest, nicht unterwegs.
Ja, mit einer Einschränkung, die wir mittlerweile ohne Ausnahme durchhalten: Die Seite muss technisch in Ordnung sein. Im Regelfall haben wir sie selbst gebaut.
Der Grund liegt in der Erfahrung. Das Muster sieht meist so aus: Eine Agentur hat die Website gebaut, SEO als Grundausstattung mitverkauft und ein Ergebnis abgeliefert, das nicht funktioniert. Der Kunde will keine zweite Website bezahlen — verständlich — und fragt uns, ob wir das geraderücken können.
Das haben wir eine Weile gemacht. Es ging fast nie gut aus. Man arbeitet dann gegen Entscheidungen an, die jemand anders vor Jahren getroffen hat, der Aufwand liegt am Ende über dem eines Neubaus, und zufrieden ist niemand.
Deshalb lehnen wir das heute ab. Wenn wir uns Deine Seite ansehen und sagen, dass die Grundlage nicht ausreicht, ist das keine Verkaufsmasche für ein größeres Projekt. Es ist die Bedingung dafür, dass die Arbeit überhaupt zum Erfolg führen kann.
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