Was ist der Menü-Editor in WordPress?
Der Menü-Editor ist das zentrale Werkzeug in WordPress, mit dem du die Navigation deiner Website erstellst und verwaltest. Du findest ihn unter Design → Menüs im WordPress-Backend. Hier legst du fest, welche Seiten, Beiträge, Kategorien oder externen Links in deiner Navigation erscheinen, in welcher Reihenfolge sie angezeigt werden und wie sie hierarchisch zusammenhängen.
Jedes WordPress-Theme stellt mindestens eine Menüposition bereit – meistens für die Hauptnavigation im Header. Viele Themes bieten zusätzliche Positionen an, etwa für ein Footer-Menü, eine Sidebar-Navigation oder ein mobiles Menü. Über den Menü-Editor kannst du für jede dieser Positionen ein eigenes Menü erstellen und zuweisen.
Ein neues Menü erstellen
Um ein Menü anzulegen, gibst du im Menü-Editor zunächst einen Namen ein – zum Beispiel „Hauptnavigation” oder „Footer-Menü”. Der Name ist nur intern sichtbar und dient der Übersicht, falls du mehrere Menüs verwaltest. Nach dem Anlegen kannst du dem Menü eine oder mehrere Positionen zuweisen, die dein Theme bereitstellt.
Anschließend fügst du über die linke Spalte Inhalte hinzu. Der Menü-Editor bietet dir standardmäßig folgende Quellen:
- Seiten: Alle veröffentlichten WordPress-Seiten, einzeln auswählbar
- Beiträge: Einzelne Blog-Beiträge, die du in die Navigation aufnehmen möchtest
- Kategorien: Beitrags-Kategorien, die als Archivseite verlinkt werden
- Benutzerdefinierte Links: Beliebige URLs – nützlich für externe Links oder Ankerlinks innerhalb einer Seite
Markiere die gewünschten Einträge, klicke auf „Zum Menü hinzufügen” und sie erscheinen in der rechten Spalte als Menüpunkte.
Struktur per Drag & Drop anpassen
Die eigentliche Stärke des Menü-Editors liegt in der Drag-&-Drop-Funktion. Jeder Menüpunkt lässt sich frei verschieben:
- Nach oben oder unten ziehen ändert die Reihenfolge der Einträge auf derselben Ebene.
- Nach rechts einrücken macht einen Eintrag zum Unterpunkt des darüber liegenden Menüpunkts. Damit erstellst du Dropdown-Menüs und Untermenüs.
- Nach links ziehen hebt die Verschachtelung wieder auf und setzt den Eintrag auf die übergeordnete Ebene zurück.
So baust du die komplette Navigationsstruktur deiner Website visuell zusammen, ohne eine Zeile Code schreiben zu müssen. Die Verschachtelung im Menü-Editor entspricht direkt der späteren Darstellung auf der Website: Eingerückte Einträge werden als Dropdown- oder Untermenüpunkte angezeigt.
Einzelne Menüpunkte bearbeiten
Jeder Menüpunkt lässt sich über einen Aufklapp-Bereich individuell anpassen. Die wichtigsten Optionen:
- Angezeigter Name: Der Text, der in der Navigation erscheint. Dieser muss nicht mit dem Seitentitel übereinstimmen – oft ist eine kürzere oder prägnantere Bezeichnung besser für die Navigation.
- Title-Attribut: Ein optionaler Tooltip-Text, der beim Hovern angezeigt wird. In der Praxis selten genutzt, aber für Barrierefreiheit hilfreich.
- CSS-Klassen: Individuelle CSS-Klassen, die du für gezieltes Styling verwenden kannst. Diese Option ist standardmäßig ausgeblendet und muss über die „Ansichtsoptionen” oben rechts aktiviert werden.
- Link-Ziel: Hier legst du fest, ob der Link im selben Fenster oder in einem neuen Tab geöffnet wird. Für externe Links ist ein neuer Tab üblich, für interne Seiten nicht.
Tipps für eine saubere Menüstruktur
- Weniger ist mehr: Beschränke die Hauptnavigation auf 5–7 Punkte. Alles darüber hinaus gehört in Untermenüs oder in den Footer.
- Sprechende Bezeichnungen wählen: „Holzterrassen” ist besser als „Produkte”, „Erstberatung buchen” ist besser als „Kontakt”. Konkrete Begriffe helfen Nutzern und Suchmaschinen gleichermaßen.
- Hauptpunkte verlinken: Übergeordnete Menüpunkte sollten immer auf eine eigene Seite verweisen – auch wenn sie Unterpunkte haben. Eine leere Übersichtsseite als Einstieg ist besser als ein nicht klickbarer Menüpunkt.
- Menü regelmäßig prüfen: Wenn du neue Seiten anlegst oder alte löschst, vergiss nicht, das Menü entsprechend anzupassen. Verwaiste Links im Menü, die auf gelöschte Seiten verweisen, sind ein häufiger Fehler.
- Mobile Vorschau nutzen: Prüfe nach jeder Änderung, wie das Menü auf Mobilgeräten aussieht. Viele Themes stellen die Navigation auf kleinen Bildschirmen anders dar – was am Desktop funktioniert, kann mobil unübersichtlich werden.
Menü-Editor vs. Full Site Editing
Mit dem Block-Editor (Gutenberg) und dem Full Site Editing in neueren WordPress-Versionen gibt es inzwischen einen alternativen Weg, Navigationen zu erstellen: den Navigationsblock. Dieser funktioniert direkt im Seiteneditor und bietet ähnliche Drag-&-Drop-Funktionen. Allerdings arbeiten die meisten Themes – insbesondere solche mit Page Buildern wie Elementor oder Divi – weiterhin mit dem klassischen Menü-Editor. Solange dein Theme den klassischen Editor unterstützt, ist dieser nach wie vor der zuverlässigste Weg, deine Navigation zu verwalten.